Christian Lapp

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Sinnlose Statistik

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Danke and die "Kleine Zeitung" (04.04.2012, S.5) für dieses Paradebeispiel einer, sagen wir, misslungenen Statistik!
Was von der "Flut an Beschwerden" durch den 50-prozentigen Anstieg zu halten ist, sieht man mit einem Blick auf die Grafik: Die Anzahl von 504 Beschwerden im Jahr 2011 liegt in der Mitte der letzten Jahre. Wenn etwas auffällig sein sollte, dann höchstens die "Ebbe" im Jahr 2010 (337).
Nachdem sich diese Zahlen auf die von der Kommission weitergeleiteten Beschwerden beziehen und die Anzahl der erhobenen deutlich höher ist (3421 ggb. 504 im Vorjahr), könnte die Veränderung auch daran liegen, dass mehr berechtigte Vorwürfe eingebracht wurden oder dass die Kommission andere Kriterien angewandt hat. Die Betonung liegt auf "könnte", denn die Zahlen lassen überhaupt keine Schlüsse zu.
Das heisst aber nicht, dass die subjektive Einschätzung über den Inhalt der Beschwerden falsch sein muss.
Positiv anmerken möchte ich, dass genügend viele Daten angegeben wurden, um überhaupt diese Kritik üben zu können; meistens ist das nicht Fall.
Dem oft geäußerten Vorurteil, dass Statistiken gefälscht seien, widerspreche ich aber! Meist sind es Unkenntnis - denn Prozente und eine Grafik machen noch keine Statistik - und der Irrglaube, dass Argumente besser sind, wenn irgendeine Zahl daneben steht.

 

Flavia Solva zuschütten? - So ein Blödsinn!

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Mein Leserbrief dazu in der "Kleinen Zeitung" vom 09.09.2011:

Leserbrief zu Flavia Solva

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Was die Love-Parade aus der Euro-Krise lernen sollte

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Eine Satire

1. Szene

Der Veranstalter eines großen Festivals, ein renommierter Wissenschaftler, ein zufällig ausgewählter Festivalbesucher und ein honoriger Herr im Maßanzug sitzen an einem Tisch.

VERANSTALTER: Was da bei dem letzten Festival passiert ist war schrecklich und darf nie wieder passieren!

ALLE: Ja, schrecklich!

WISSENSCHAFTLER: Unsere Studien zeigen, dass die Ursache eine Überregulierung war und sich die Besucher nicht frei genug bewegen konnten. Sie müssen also die Security feuern und dem Spiel der Massen freien Lauf lassen.

BESUCHER: Aber war es nicht gerade, dass zuwenig geplant und geleitet wurde?

WISSENSCHAFTLER: Probleme kann man nicht durch Regulierung und Kontrolle lösen. Unsere Theorie sagt, dass es am besten ist, wenn alle völlig frei das machen können, was sie wollen – denn dann kommt das Beste dabei raus. Der Homo festivalis maximiert nämlich...

BESUCHER: (Erinnert sich an seinem Mathematiklehrer, der ebenso unverständlich war und immer Recht hatte, und schweigt.)

VERANSTALTER: (Ist erleichtert, weil er die Verantwortung los ist. Er muss sich um nichts kümmern und alles wird gut.) Ich verstehe, das ist ein großartiger Plan. Wir müssen nur noch die Polizei davon überzeugen, dass sie nicht eingreift.

WISSENSCHAFTLER: Auch die kann sich den eindeutigen Ergebnissen unserer Theorie nicht entziehen.

VERANSTALTER: Dann wäre ja alles geklärt. Ich danke Ihnen, meine Herren.

HERR IM MASSANZUG: (Lächelt.)

Einige Wochen später

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