Christian Lapp

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Die einzige Konstante ist die Veränderung

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…ist paradox. Denn Veränderung und Beständigkeit stehen in einem aporetischen Verhältnis.

Veränderung kann nur erkannt werden im Vergleich zu Konstanz – Konstanz die vorausgesetzt werden muss. Wenn ich zwei Tatsachen vergleiche, deren eine ich als konstant voraussetze und feststelle, dass sie zum Zeitpunkt t0 identisch waren und zum Zeitpunkt t1 verschieden, dann schließe ich, dass sich die zweite verändert hat. Nun könnte man argumentieren, dass sich, wenn man die Voraussetzung fallen lässt, auch beide verändert haben können. Das setzt aber voraus, dass sich meine Information über die beiden Tatsachen im Zeitpunkt t0 nicht verändert hat, also bis t1 konstant geblieben ist. Ich muss folglich zumindest die Konstanz meiner Information voraussetzen und komme damit in dasselbe Dilemma.
Konstanz ist (ebenso wie Veränderung) ein räumliches und/oder zeitliches Phänomen. Ich kann Konstanz nur feststellen, indem ich meinen Betrachtungspunkt entlang der Raum- oder Zeitkoordinate verändere! Die Beständigkeit der selben Tatsache zum selben Zeitpunkt am selben Ort ist ja eine unbestrittene Voraussetzung. Konstanz kann daher nur über Veränderung festgestellt werden.
Beständigkeit und Veränderung sind einander gegenseitig Voraussetzung und somit aporetisch.

Der Satz, „Die einzige Konstante ist die Veränderung“, ist daher insofern paradox, als es zur Feststellung einer Konstante einer weiteren, unabhängigen, vorausgesetzten Konstante bedarf. Diese wird aber im Satz selbst verneint. Man könnte genauso (richtig) sagen:

Die einzige Veränderung ist die der Konstante

 

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