Blog kLAPPentexte
Die Physiker und der Fliesenleger
Neulich zu später Stunde in einem Grazer Lokal down under: Zwei Unbekannte (m/w) kommen mit einer Platte Brötchen rein, die ihnen offensichtlich wo übergeblieben sind. Ich schnapp mir eins, wir kommen ins Gespräch. Den geltenden, informellen Regeln entsprechend wird nach kurzem Smalltalk gegenseitig nach den Namen gefragt. Im Anschluss kommt das obligate, „Was machst denn du?“ Ich gebe mich fälschlicherweise als Fliesenleger aus, die beiden haben Physik abgeschlossen. Man beteuert sich gegenseitig, wie sehr man die Leistungen des jeweils anderen schätzt. Ein Unterschied fällt mir auf: Während der Fliesenleger gut damit umgehen kann, haben die Akademiker offensichtlich das Bedürfnis sich herunter zu spielen. „Ist ja bloß ein Titel“, „Wir haben ja noch nichts geleistet“, „Durchs Studium schummelt man sich eh bloß durch“.
Da stellt sich mir die Frage: Spielen wir unsere Leistungen und Titel herunter, weil uns das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten fehlt, oder weil wir aus Arroganz handeln und das Gefühl haben, soweit über den anderen zu stehen, dass wir den Abstand nur durch Tiefstapelei überwinden können? So oder so: Schenken wir uns doch das Gerede und stehen zu unseren Studien und Titeln, achten wir unsere Leistungen genauso, wie wir die Leistungen anderer achten!
Und wie ging das Gespräch weiter? Nach immer mehr eingestreuten Fachbegriffen und spannenden Gesprächen keimte schließlich Misstrauen auf und ich konnte meine Rolle aufgeben. Schön habe ich gefunden, dass die beiden sehr lange geglaubt haben, dass es diesen Fliesenleger gibt, der sich in Physik und Mathematik weiterbildet. Und alle drei waren wir ein wenig traurig, ihn oder sie doch noch nicht kennen gelernt zu haben. Aber wer weiß…
Euer (und in diesem Fall ganz bewusst) Dr. kLAPPentext
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Da stellt sich mir die Frage: Spielen wir unsere Leistungen und Titel herunter, weil uns das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten fehlt, oder weil wir aus Arroganz handeln und das Gefühl haben, soweit über den anderen zu stehen, dass wir den Abstand nur durch Tiefstapelei überwinden können? So oder so: Schenken wir uns doch das Gerede und stehen zu unseren Studien und Titeln, achten wir unsere Leistungen genauso, wie wir die Leistungen anderer achten!
Und wie ging das Gespräch weiter? Nach immer mehr eingestreuten Fachbegriffen und spannenden Gesprächen keimte schließlich Misstrauen auf und ich konnte meine Rolle aufgeben. Schön habe ich gefunden, dass die beiden sehr lange geglaubt haben, dass es diesen Fliesenleger gibt, der sich in Physik und Mathematik weiterbildet. Und alle drei waren wir ein wenig traurig, ihn oder sie doch noch nicht kennen gelernt zu haben. Aber wer weiß…
Euer (und in diesem Fall ganz bewusst) Dr. kLAPPentext
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Ausstellung 12. - 23.07.
Ich stelle meine Bilder im Rahmen des Internationalen Tanztheaterfestivals / Bühnenwerkstatt aus.
Vernissage und Eröffnungsvorstellung
So, 12.07.2009, 21.00
Theater im Palais
Kunstuniversität, Leonhardstr. 15
Eintritt frei, Sektempfang
Dauer der Ausstellung: 12. - 23.07.2009
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KF Uni Graz: Hat Bewerben noch Sinn?
Die Grazer Karl-Franzens-Uni raubt BewerberInnen gleich jede Illusion auf einen Job.
In den FAQ steht nämlich:
Wer informiert mich über den Stand des Auswahlverfahrens?Jede/r Bewerber/in erhält von der ausschreibenden Stelle per E-Mail eine Absage. Wenn Sie keine E-Mail-Adresse angegeben haben, wird Ihnen das Schreiben natürlich per Post zugesandt.
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